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MAZ – Blog - Geschichten vom Stricken, Entwerfen, Leben tief in der Provinz


11. November 2011

Heimweh und das andere Ende der Nahrungskette

Heute ist der 11. im 11. und als Kölnerin bewegt mich das immer noch, obwohl sich der Karneval, so, wie er heute wahrnehmbar ist, übel verändert hat.

Aus meiner Kindheit – ja, lange her, und doch, erwachsen fühle ich mich manchmal immer noch nicht-  kenne ich diese Zeit noch als eine, die vor allem in der letzten Woche vor der Fastenzeit ein Kehraus des Winters und ein Spaß an dr Freud war.

Man konnte sogar als Jugendliche die Erlaubnis der Eltern haben, am Wieverfasteleer in der Altstadt mitzumachen. Alkohol und das Paarungsverhalten von Städtern und Nicht-Städtern waren nicht wirklich das Thema.

Ich komme mir vor wie ein Fossil.

Aber ein glückliches Fossil, denn ich habe am Sonntag den letzten Workshop in diesem Jahr und freue mich darauf, hoffentlich wieder mir noch Unbekannte zu infizieren mit der Lust am Eigenen und an der notwendigen Technik.

Den Plan fürs erste Halbjahr 2012 kann man hier finden. Wer also im nächsten Jahr noch einige unverplante Stunden hat, darf dort gerne stöbern. Ich würde mich freuen, auch im nächsten Jahr einige der nun schon bekannten Gesichter wieder zu sehen und auch einige neue kennen lernen zu dürfen!

In der übernächsten Woche beginnt der Adventsmarkt im Textilmuseum. Das ist der einzige Markt, den ich noch auf meiner Liste habe, denn es ist doch ungeheuer anstrengend, alles hinzuschaffen und so lange Tage auszusitzen, wenn man das eigentlich nicht mehr kann.

Aber auf die guten Begegnungen möchte ich nicht gänzlich verzichten. Vielleicht findet auch mancher ein Knäuelchen wert, mitgenommen zu werden. Da stehe ich ja auf den Märkten am Ende der Nahrungskette mit meinen handgefärbten Garnen.

Kerzen, Taschen, Hölzernes, das kann man alles sofort verwenden. Garn, mein Garn, das muß man erst einmal als das wahrnehmen, was es ist, eine Besonderheit außerhalb der Norm der Industriegarne, bewußt ausgewählt in Faser und Farben und ebenso bewußt gestaltet. Und warum sollte man etwas haben wollen, das noch gar kein Endprodukt ist, etwas, das man noch verarbeiten muss, möglicherweise auch noch selbstbestimmt gestalten muss. Ach, die Zahl derjenigen, die nicht alle das gleiche Mützchen oder den gleichen Schal haben wollen, erscheint mir klein gegenüber der großen Mehrheit der Schauläufer.

Dann ist da ja auch noch das Thema Zeit haben. Wir haben zwar alle die gleiche Anzahl an Stunden pro Tag, meistens um die 24, aber wir gehen unterschiedlich damit um, werden auch umgegangen. Jedenfalls haben wohl nicht ganz so viele Menschen die Gelegenheit, sich einen schönen Spielraum für selbstbestimmte Stunden zu verschaffen, sei es beruflich, sei es privat.

Kreativität ausleben als erholsam anregende Entspannung, das ist vermutlich auch nicht so wirklich mehr verankert in unserem Alltag.

Naja, jedenfalls bin ich gespannt, wen ich sehen werde mit meiner Auswahl an Garnen und Farben. Jeden Tag habe ich da ein anderes Bild vor Augen, was ich denn mitnehmen werde. Es kann immer nur ein kleiner Ausschnitt des Vorhandenen und Möglichen sein. Hoffentlich gefällt Ihnen, was dann dort liegen wird.

 

 

16. September 2011

Wieder da! Back again!

Nach einer weiteren gesundheitlichen Überraschung bin ich nun wieder aktiv zurück und freue mich auf die Workshops am Wochenende.

Nachdem die Spinnerei am 2. September per Festakt eröffnet wurde (wunderbar: Lily Fischer, eine Begabte der leisen präzisen Ironie) und das imposante Terrain der ehemaligen Spinnerei Herding  für Ausstellungen, Aktionen und Events zugänglich gemacht wurde, kann man mehr als “nur” die Weberei im bisherigen Museumsteil besichtigen.

Zur Eröffnung gibt es die interessante Ausstellung mit Objekten von Magdalena Abakanowicz und Laura Ford. Zeitgenössische Textilkunst, präsentiert im authentisch erhaltenen und behutsam ergänzten Industriegebäude der Vergangenheit, es macht mir Mut und Lust auf mehr.

Sollte ich am Samstag nach dem Workshop noch leben, würde ich sehr gerne die Show Lockstoff sehen, in der Kleidung aus 2 Jahrhunderten gezeigt wird. Ein Pröbchen mit dem von mir so sehr geschätzten Martin Schmidt von TexTura zeigt dieses Filmchen:

Für den samstäglichen Workshop zu Latvian Mittens sind bisher nur drei Teilnehmer gelistet. Das verspricht ein intensives Werkeln und Erproben der Techniken, erlaubt sicherlich manche Zwischenbemerkung und wird zu hoffentlich frohen Starts in die Handschuh-Saison verhelfen. Der Einstieg in diese Welt ist durch eine überzeugend einfache Technik, verbunden mit den üppigen und vielfältigen traditionellen Mustern und Farben, sicherlich ansteckend. Doch Vorsicht: Wer teilnimmt, riskiert nicht nur Intensiv-Training, sondern auch eine lang währende Infektionsgefahr mit dem Strickvirus.

Im nächsten Jahr möchte ich übrigens das Thema Handschuhe vertiefen und empfehle, sich diesen Kurs möglichst nicht entgehen zu lassen.

Am Sonntag arbeiten wir uns durch die 6 notwendigen Elemente des Entrelac. In der Anwendung bieten sich die beliebten Farbverlaufsgarne für spannende Projekte an. Erfahrungsgemäß reicht dieser Einstieg schon für vielfältige Designs. Weitergehende Schritte werden im nächsten Jahr angeboten werden. Es lohnt sich daher, den Grundkurs zu verinnerlichen.

Recovering from a bad surprise healthwise I am happy to return to my workshops at the Bocholt textile museum, which has been substantially complemented by the historic Herding mill. Adresses from politicians at the grand opening were accompanied by some comedians who will find their stage at the mill and by the wonderful performance of Lily Fischer, a master of subtle and witty wording (how I would love to find better words in English).

The first in a row of upcoming textile art events is the show of Magdalena Abakanowicz und Laura Ford. Amazing how the authentic old industrial space adds to the contemporary works of art. I am enthusiastic with the aspect and looking forward to more to come.

Once the workshops are over I will write down the instructions to present one of my latest designs, Batwings. Worked in the tradition of the so-called Danish Bindetuch, it is a midsize shawl to wrap around the shoulders and shows some funny details as the nice tail or the strong geometric lines I love so much. Sure, diagonals and such…

For the time being enjoy the pics:

Nach den Workshops -und hoffentlich nach der Schau- werde ich endlich die Anleitung zu einem meiner vielen in der letzten Zeit entstandenen Designs schreiben. Das Tuch heißt Batwings, naheliegend bei der zugrunde liegenden Form der sogenannten dänischen Bindetücher und dem kleinen Detail an der unteren Spitze. Namen zu finden finde ich eigentlich fürchterlich überflüssig. Dieser aber kam irgendwann hoch und passte, finde ich zumindest. Ich liebe dieses Tuch schon jetzt sehr und habe es dauernd um. Es ist leicht, aus ungefärbter Scahfwolle von Aade Long und natürlich meiner eigenen gefärbten Ergänzung.

Mein Shop entwickelt sich langsam und ich sehe ein entferntes Hoffnungszeichen, ihn bald hochzuladen. Dort könnte man z.B sich die Materialpackung zu Batwings bestellen. Oder andere wundervolle strickige Dinge.

Bis dahin erst einmal ein paar Bildchen zur Unterhaltung, hoffentlich:


 

 

 


 

 

 

 

10. September 2011

Wokshops an diesem Wochenende

… entfallen leider wegen Krankheit.

 

In der nächsten Woche gelten dann diese Termine:

 

Sa, 17.09.2011, 10 -17 Uhr: Latvian Mittens

 

Unter den regional zurechenbaren Traditionen zu gestrickten Handschuhen zeichnet sich die lettische Art vor allem durch die Vielfalt an Mustern und Farben aus. Der Probefäustling zeigt die einfache, aber bewährte Grundform, den unsichtbaren Daumen, die dreieckige Spitze und neben dem zweifarbigen Muster den Braid als Abschluß.

Für Fortgeschrittene und sehr beherzte Anfänger.

Ganztageskurs, 25€, max. 10 Teilnehmer.

So, 18.09.2011, 10 -14 Uhr: Entrelac

Es lohnt sich, diese alte Flechtmuster-Technik kennen zu lernen. Heutige Garne legen zeitgemäße Interpretationen nahe.

Sicherheit in den Grundtechniken erforderlich.

4 Stunden, 12€, max. 10 Teilnehmer.

22. Juli 2011

Soft launch

Cooperative Press´s first book in its new series Fresh Knits, the one with scarves, just hit the shelves for digital download.

Go and have a look!

Yes, it is Tossed Leaves on the cover and I am thrilled, thrilled, thrilled.

20. Juli 2011

Zu lustig

21. Juni 2011

Das zweite Halbjahr beginnt.

Mittsommer ist heute und ein guter Anlass, vor dem gemütlichen Abend noch der Vollständigkeit halber auf meine neuen Angebote im Museum hinzuweisen.

Im Juni und Juli ist Gelegenheit, sich für den Herbst vorzubereiten.

Da ich nach und nach die reichliche Vielfalt der Möglichkeiten für Sockenkonstruktionen denen zeigen möchte, die mehr vom Sockenstrickerleben erwarten als die schlichte und bewährte Socke ohne Hindernisse, gebe ich in diesem Jahr auch die Basiskurse.

Darin wird die grundlegenede Konstruktion vermittelt, einmal vom Bündchen zu den Zehen und einmal von den Zehen vom Bündchen.
Wer das nicht verinnerlicht hat, wird in meinen weiter gehenden Sockenkursen ins Schwimmen geraten.

Überlegen Sie also, ob Sie zu Zeiten, in denen Sie das Schwitzen aufs Wetter schieben dürfen, sich mit den Grundlagen rüsten wollen für den Aufbruch eine technisch, fablich und enwturfsmäßig abenteuerreiche Zukunft des nicht nur Sockenstrickens!

 

Hier der Juni. Andere Termine finden Sie unter Treffpunkte.

Anmeldungen, auch an Feiertagen, über das Museum: 02871 216110

Juni:

Sa, 25.06.2011, 10 -17 Uhr: Sockenkonstruktionen: Basis top-down

Einführung in das Sockenstricken. Die Probesocke zeigt Kreuzanschlag, Herzchenferse mit verstärkter Fersenwand und eine Form der Bandspitze, drei Klassiker, die fast universell anwendbar sind. Vorgestellt wird auch die Anpassung an Größen, Weiten und unterschiedliche Garne. Wer im Sommer beginnt, hat im Winter keine kalten Füße.

Sicherheit in den Grundtechniken erforderlich.

Ganztageskurs, 25€, max. 10 Teilnehmer.

So, 26.06.2011, 10 -14 Uhr: Entrelac

Es lohnt sich, diese alte Flechtmuster-Technik kennen zu lernen. Heutige Garne legen zeitgemäße Interpretationen nahe.
Sicherheit in den Grundtechniken erforderlich.

4 Stunden, 12€, max. 10 Teilnehmer.

3. Mai 2011

Lernen oder so ähnlich

Wie Sie sehen, sehen Sie wenig. Der Weg zum Glück mit der neuen Kamera ist lang und steinig.

WYSIWYG, well, you get next to nothing when buying a new camera without having read the instructions.

 

 

 

Daher muß man nun viel lesen.

This is why your time is passing by and passing by and passing by, reading the manual, reading the manual, reading the manual.

 

 

 

 

 

Das Chaos in Theorie und Praxis.

There is a big chance to meet your nemesis. Inifinite chaos, but improving a microbit.

 

 

 

 

Dann gibt es ja noch die MAZ-Workshops. Man fängt klein an. Wenn man daran teilnimmt, hat man am Ende solcherlei im Strickkorb liegen.

Then there are MAZ-workshops. Small beginnings. 7 hours later you will find this cute little thingie to be added to your FO´s.

 

Um den Daumen zu zeigen, nimmt man sein letztes Teil einfach mal in den Kurs mit. Jamieson & Smith Supreme 4ply in natural und dark grey.

To show how to pick up the stitches and knit the thumb you finish your latest mitten during the workshop. Clever? Clever. Jamieson & Smith Supreme 2ply in natural and dark grey.

 

Dann wollte man ja immer schon mal Wintergreen von Kate Gilbert stricken. J&S, 2ply, in violett und dunkelolivgrün. Ja, ein Sündenfall. Ich beginne Violettöne zu mögen. Wohin mag das noch führen.

Wintergreen by Kate Gilbert has been waiting so long. Here it is, in all its beauty, except for picture quality. J&S, 2ply, dark olive and deep violet. Yes, you were not mistaken. MAZ has knit a mitten for her personal use only and the colour is VIOLET.

 

 

 

Was mal wieder den Spaß ausmacht, ist die Kombination aus Material, Farbe, Design und hier eben auch mal wieder ein Zuckerstückchen Technik. MAZ geht es dann sehr gut.

As always it is the symbiosis of colour, fibre, design and – in this case a real treat- technique. This way MAZ is enjoying her life.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

26. April 2011

Auflösung nachgereicht

Guckt sie nun unfroh oder nicht? Dieses witzige Bild zeigt meinen Beitrag zu Shannons neuer Serie, bei dem ich mich in puncto Blattformen jeglicher barocke Ausmaße annehmenden Wollust uneingeschränkt hingegeben habe.

Would she like it? This is my input in Shannon´s brand-new series of Fresh Knit Design books. I completely indulged my passion of making leaves. Alas, two ends to weave in per leaf. But worth it. I so love my weird kind of scarf.

 

23. April 2011

Schön zu hören,

 

daß zumindest bei einigen deutschen Handwerklern das dringende Selbstdarstellungsbedürfnis und die Eitelkeit denn doch nicht so hoch angesiedelt sind, daß sie sich auf Bedingungen einlassen, die bei eingeschaltetem Verstand nicht beachtet werden würden.

Eine sehr sympathische Workshoplerin, die von meinen etwas kritischeren Erfahrungen in der deutschen Szene zu hören bekam, sandte mir den Link zu einem Blogbeitrag. Diesen.

Ruhm und Ehre sind ja ganz nett, aber dann doch vielleicht freiwillig gewählt?

Innerliche Unabhängigkeit ist ein nach wie vor unbezahlbarer Zustand. Um die äußere zu kämpfen lohnt sich gleichermaßen.

Möge es zunehmend mehr Gehirnträgern gelingen, diesen Zustand zu erreichen.

 

Dann noch etwas zum Schauen für all die, die sich über die Selbstbedienung am geistigen Urheberrecht ebenso aufregen können wie ich. Wie immer geht es um das große Ganze und dann doch wieder um die Feinheiten: Johanna Blakely und Stephen Kinsella. Kann man davon ausgehen, daß diese Thesen gelten?

 

Zuletzt noch ein Erlebnisbericht der männlichen Glücksfee, die mich am 9. April aus gegebenem Anlaß besuchte.

Die Glücksfee hatte einen leichten Job. Waren es beim letzten Mal  noch über 80 Teilnehmer, per pm, trauten sich jetzt, per Kommentar, nur 4 Mutige, denen ich herzlich danke.

Ein weicher Brief ist  unterwegs zu Angelika.

Weiter geduldig wartend auf die Realisation der neuen Website:

MAZ, die euch allen gute Stunden wünscht.

1. April 2011

Im Übergang

.. zu neuen Ufern befinde ich mich derzeit.

Es wird eine neue Website geben und auch einen Shop, über den man Zugang zu meinem unglaublich tollen Garn, meinen irren Muster, meinen  höchst individuellen Kits, meinen bewährten Workshops, meiner wunderbaren Welt der Werkzeuge und Accessoires bekommen kann.

Deshalb auch so wenige Posts in letzter Zeit. (Natürlich habe ich viel davon flach liegend entwickeln dürfen, nicht, daß sich da was ändern würde.)

Um geneigte Leser bei Laune zu halten, verlose ich dann doch lieber mal noch den einen oder anderen Strang.

Wer also errät, welches Projekt meines  in dieser Auswahl ist, kommt in den Lostopf. Ziehung am 9.April.

There will be a new website and a shop where you can treat yourself to my exceptional yarns, my unique design, my extremely individually organised kits, my proven and tested workshops, to the incredible world of my tools and accessories. Come on, you know how decent, humble, shy I am!

That is why there have been less posts recently. ( Take it for granted that I did most of my planning when being forced resting on the couch. Nothing new indeed.)

To keep both of my readers in good spirits  I might give away some more of my incredible skeins of wonderful MAZ hand dyeds to some of  those two readers who would name my one and only project that is among those here. Deadline for comments: April 9th.